Newsletter der Tradium GmbH

Preise Strategischer Metalle weiter im Höhenflug

20.03.18

Auch die Diskussionen rund um einen möglichen Handelskrieg haben den positiven Preistrend bei Strategischen Metallen nicht stoppen können. Die Preise vieler Metalle befinden sich weiterhin im Höhenflug, berichtet das Frankfurter Handelshaus Tradium GmbH in seinem Monatsbericht.
In den zurückliegenden Monaten hat der Gallium-Preis stark angezogen. Verantwortlich dafür zeigt sich u.a. die positive Entwicklung beim 5G-Netz, welches eine neue Ära im Mobilfunk einläuten wird. Ein steigender Bedarf aus der LED-Industrie gepaart mit aktuellen Lieferengpässen sind weitere Gründe für einen stabilen Gallium-Preis.



Laut Argus Metals liefert China als weltweit größter Produzent monatlich derzeit ca. 25 t Gallium bei einer gleichzeitigen Nachfrage von ca. 30 t. In 2016/17 hatten Preistiefststände noch dazu geführt, dass Produktionsanlagen über Monate stilgelegt bzw. ganz geschlossen wurden.
Seit der Veröffentlichung unseres letzten Newsletters hat der Preis nochmal um ca.10% angezogen. Ein Ende dieser Preisentwicklung ist derzeit nicht absehbar. Denn insbesondere Engpässe in der Rohstoffversorgung sind aktuell dafür verantwortlich, dass Produzenten kein zusätzliches Material bereitstellen können.

Auch der Indium-Preis hat in den letzten zwei Monaten noch einmal um 20% zugelegt. Allerdings ist diese Entwicklung nicht unbedingt gestützt von gesteigertem Verbrauch, sondern vielmehr getrieben vom Handel bzw. von erwartungsvollen Investoren.
Nach Ende der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest hat sich der Preis verschiedener Seltenerd-Metalle wieder verteuert. Erhöhte Nachfrage gekoppelt mit Lieferengpässen zeigen sich hierfür verantwortlich. Zudem haben die diversen Umweltauflagen der Regierung dafür gesorgt, dass auch die Preise für das Erz spürbar angezogen haben. Insofern darf man durchaus von einem nachhaltigen Effekt ausgehen. Passend dazu halten sich aktuell viele Anbieter zurück in Erwartung höherer Preise.

Länder wie Frankreich, Polen und Italien verfügen mitunter über die längsten Küstenabschnitte Europas. Doch Offshore-Anlagen sind bis dato äußerst rar. Dies soll sich nun ändern. Neue Projekte wurden ins Leben gerufen. So plant Frankreich, den Anteil an regenerativer Energie bis zum Jahr 2030 auf 40% zu erhöhen. Auch, wenn bis zur Realisierung noch viele Jahre vergehen werden, der Einsatz der sogenannten Magnetmetalle ist gewiss.