Aus „Der OnVista-Börsenfuchs“

Der Mai ist gekommen …

Hallo allerseits! Nix „Sell in May“, sondern heute mal was Pro-Mai. Ihr kennt ja das Frühlings- und Wanderlied „Der Mai ist gekommen“, 1841 von Emanuel Geibel als Gedicht geschrieben und 1842 von Justus Wilhelm Lyra nach einer alten Volksweise vertont. Ich will Euch zeigen, dass man es mit ein bisschen Fantasie auch auf die Börse übertragen kann, gerade heutzutage – man muss die ersten drei Strophen nur richtig interpretieren.

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.


Das Bild von den ausschlagenden Bäumen spricht natürlich die Entwicklung der Aktienkurse an. Dann folgt sofort das ironische Mitleid mit unentschlossenen Anlegern, die sich den Kopf zerbrechen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen. Und der Ausklang der ersten Strophe beschreibt die wichtige Erkenntnis (Wolken = Börsenindizes), sein Depot international zu diversifizieren.


Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt'!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.


Dazu folgt jetzt eine Einschränkung. Denn vielen Privatanlegern fällt es besonders schwer, in ihnen bisher unbekannten Märkten („manche Straße“) zu investieren. Deshalb haben sie auch viele neue Anlageinstrumente („so manchen Wein“) noch nicht probiert.


Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all –
mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmet ein mit Schall.


Hier nun der klar erkennbare optimistische Appell mitzumachen, also in Aktien zu investieren und das möglichst langfristig – eben über Höhen und Tiefen hinweg!


Also: Seid mutig, meine Freunde, und nutzt die Energie der Frühlingssonne!